EWF der Uni Nürnberg
Klassenmusizieren
mit dem
Rockinstrumentarium
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Die neue Rockklasse an der Mittelschule Bad Windsheim
 
Unter Leitung von Musiklehrer Thomas Schubert starten ab diesem Schuljahr zwei neue Rockklassen der Jahrgangsstufe 5 an unserer Mittelschule.

Ermöglicht wird der Bereich "Rockklasse" durch die Anschubfinanzierung der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der FAU Nürnberg und der Stadt Bad Windsheim für die Neuanschaffung von geeignetem Instrumentarium.

„So kann musikalische Erziehung das Heranreifen der Kinder fördern und stabilisieren. Sie kann Schulen helfen, nicht nur Lehranstalt, sondern Lebensraum zu sein." (Richard von Weizsäcker)

Homepage des Projekts:

www.klasse-im-puls.de

Ausgangslage:

Musik kann das Leben in vielfältiger Weise bereichern. Im aktiven Musizieren sollen Schülerinnen und Schülern eine sinnvolle Freizeitgestaltung als Alternative zu Medienüberflutung, Computer und Internet kennen lernen. Damit erhalten alle Jugendlichen die Chance, Musikmachen als Teil ihrer Lebenswelt und ihrer Persönlichkeit auszuprobieren und zu integrieren.

Ziel:

An Haupt- und Realschulen in der Metropolregion Nürnberg soll eine Musikklasse eingerichtet werden

Das Projekt:

klasse.im.puls ist bundesweit das erste Projekt, das das aktive Musikmachen in den Mittelpunkt des Musikunterrichts in Haupt- und Realschule stellt. Ab der 5. Klasse erlernen die Schülerinnen und Schüler ein Instrument im Rahmen des Unterrichts. Die Auswahl der geeigneten Form der Musikklasse ist jeder Schule freigestellt. Möglich sind: Chorklasse, Rockklasse, Bläserklasse, Streicherklasse, Percussionsklasse, Keyboardklasse, Orchesterklasse oder eine Mischform. Für die Schulen in sozialen Brennpunkten wird die Form der Rockklasse oder Percussionsklasse empfohlen.

Kontinuität und Nachhaltigkeit über mindestens 4 Jahre werden durch die Platzierung des Projekts an diesen Schulen sichergestellt.

Durch den Schwerpunkt auf Haupt- und Realschulen sollen gerade die Kinder dieser Schulen die Möglichkeit erhalten, ein Instrument zu erlernen. In den Konzepten wird auf die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Schichten ein besonderer Wert (sowohl im schulischen als auch im sozialen Bereich) gelegt. Die Schulen werden bei der Einführung durch einen Projektmanager unterstützt, müssen aber einen eigenen Beitrag zur Durchführung leisten. Das Projekt kann in die verschiedenen Modelle von Ganztagesunterricht bzw. -betreuung der Schulen integriert werden. Ziel ist es, Schüler von Brennpunktschulen durch ein attraktives Angebot in ihrer sozialen, schulischen und persönlichen Entwicklung zu fördern.

Ziel des Projekts:

Mit dem Aufbau von musikalischen Fähigkeiten soll einhergehen:

  • Training und Aufbau sozialer Kompetenz, Abbau der Gewaltbereitschaft
  • Förderung der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund
  • Förderung von Kindern aus bildungsfernen Schichten
  • Erwerb von Schlüsselqualifikationen: Kooperatives Arbeiten, zielorientiertes, konsequentes Arbeiten, zielorientierte Planung, Konzentration, Motivation,
  • Stärkung des Selbstkonzepts: Vertrauen in eigene Fähigkeiten, Aufbau von Selbstbewusstsein
  • Sinnvolle, aktive Freizeitgestaltung

Methoden:

Durch gemeinsames Musikmachen in Gruppen können sich die Schüler mit Musik sowohl ihrer als auch der für sie neuen Kultur auseinandersetzen und sie in ihr Lebensverständnis integrieren. Es werden verschiedene Modelle entwickelt, wie Schüler durch Musik aktiv im Integrationsprozess unterstützt werden und wie sie bei der Entwicklung ihrer sprachlichen, sozialen und schulischen Kompetenzen gefördert werden.

Innovativ am Vorhaben:

Im Projekt werden durch aktives Musikmachen bei Schülern mit Migrationshintergrund oder Schülern von bildungsfernen Schichten soziale und schulische Kompetenzen gefördert.

Der Beginn in der 5. Klasse sichert Nachhaltigkeit über mindestens 4 Jahre.

Mit Unterstützung des Lehrstuhls Musikpädagogik erfolgt eine systematische Einrichtung von Musikklassen an Schulen; diese werden durch Projektmanager bei der Einrichtung, der Durchführung, der Finanzierung und der Qualitätssicherung des Projekts unterstützt.

Kooperationspartner:

Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Musikpädagogik

Wirtschaftsreferat Stadt Nürnberg (Stab regionale Kooperation und Projekte)

Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus,

SOMM (Society of Music Merchants)

Aufgaben der am Projekt beteiligten Institutionen:

Die Schule übernimmt folgende Aufgaben:

  • Die Schulleitung unterstützt die Einführung, ein Musiklehrer besitzt die notwendigen Kenntnisse. Die Schule erstellt mit Hilfe des Projektmanagers ein Konzept für die Einführung und die Finanzierung.
  • Die Schule sorgt für die Integration in das Schulprofil (Integration in das Unterrichtsangebot, ev. Projektstunden am Nachmittag, Integration in ein Ganztagesangebot wenn vorhanden)

Die Universität übernimmt folgende Aufgaben:

  • Sie ist verantwortlich für die konzeptuelle, inhaltliche Ausgestaltung und die Evaluation.
  • Sie stellt Studierende für Differenzierungsstunden zur Verfügung.
  • Sie richtet ein Beratergremium (Vertreter von Ministerium, Städte, Musikwirtschaft, Universität, Sponsoren) ein, das regelmäßig über den Stand informiert wird.

Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus übernimmt folgende Aufgaben:

  • Seit dem Schuljahr 2009/10 sind zwei Lehrer mit insgesamt halbem Stundendeputat für 3 Jahre als Projektmanager abgeordnet.
  • Das Ministerium informiert alle Schulen im Bereich und übernimmt die Kosten für die Fortbildung der Lehrer

Aufgabenbereich der Projektmanager:

  • Sie beraten die Schulen bei der Einführung, Durchführung und Finanzierung einer Musikklasse.
  • Sie organisieren Aus- und Fortbildungskurse sowie regelmäßige Treffen zum Austausch von Erfahrungen und zur Weiterbildung; sie erstellen Bildungsangebote für interessierte Schulen und Lehrer
  • Sie errichten ein Netzwerk von Kooperationspartnern.

Finanzierung:

  • In einem Sponsorenpool befinden sich Firmen, Stiftungen, Rotary Clubs, die Schulen bei der Anschaffung von Instrumenten unterstützen.
  • Durch Partnerschaften mit Firmen bzw. Rotary Clubs erhalten die Schulen Unterstützung bei Maßnahmen zur Finanzierung der Instrumente.
  • Die Musikwirtschaft (Instrumentenhändler, SOMM) stellt kostengünstige Instrumente zur Verfügung, hilft durch günstige Konditionen.

Kontakt:

Prof. Dr. Wolfgang Pfeiffer

Universität Erlangen-Nürnberg
Regensburger Straße 160
90478 Nürnberg

Projektmanager:
Evelyn Beissel
Tobias Fichte